Kurz der Hintergrund: Die Regierung von Equador hatte vorgeschlagen, Erdöl im Yasuni-Nationalpark im Amazonas-Gebiet (UNESCO-Weltnaturerbe) nicht
zu fördern. Dadurch wurde kostbarer Regenwald und der Welt so ein wichtiger CO2-Speicher erhalten. Das Land brauchte, um dies durchzusetzen, die finanzielle Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft in Höhe von 3,6 Milliaren Dollar, was der Hälfte des Gewinns entsprach, den Equador durch die Ölförderung erwarten konnte. Trotz des Versprechens vieler Regierungen, so auch der deutschen, wurde nur ein kleiner Teil der Gelder in den Fond eingezahlt (13,6 Millionen Dollar nach Angaben der Regierung von Equador). Das deutsche Entwicklungsministerium unter Dirk Niebel, hatte vorherige Zahlungszusagen (seiner Vorgängerin Wieczorek-Zeul) zurückgenommen (FDP: “Fürs Nichtstun zahlt man nicht”). Seit letzter Woche nun hat die Regierung von Equador die Ölförderung freigegeben. Das bisher gezahlte Geld wird an die Bundesrepublik zurückgezahlt.

Tja, wieder eine Chance auf eine globale Verständigung für besseren Ressourcenschutz vertan.

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